AGB für Unternehmen

Allgemeine Geschäftsbedingungen für Unternehmen und Organisationen

1. Anwendungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen regeln das Vertragsverhältnis zwischen der AfricaWorks Personalberatung – Jochum, Kleis, Lemmerich und Strunk GbR (im Folgenden: Auftragnehmerin) und der Kundin (Auftraggeberin), sofern keine von ihrem Inhalt abweichenden oder nach § 305b BGB anderweitig vereinbarten individuellen Abreden vorliegen. Die hier verwendeten Formen schließen alle Geschlechter mit ein.

2. Dienstleistungsumfang und Vertragsschluss

(1) Das Vertragsverhältnis beinhaltet die Dienstleistung der Vermittlung von Arbeitsverhältnissen zwischen der Auftraggeberin und Bewerbern (Kandidaten), insbesondere die Gewinnung (Sourcing), Identifizierung, Kuratierung und Evaluation (Screening) sowie Vorstellung (Proposal) geeigneter Kandidaten für eine Stelle unter Maßgabe der jeweiligen Anforderungen der Auftraggeberin. Arbeitsverhältnisse meint Werk-, Dienst- und Geschäftsverhältnisse unabhängig von der Befristung, Stundenzahl, Hierarchieebene oder Weisungsbindung.

(2) Die Auftragnehmerin bedient sich im Laufe des unter 2(1) beschriebenen Prozesses eigenen Marktwissens und macht sich interne Netzwerke, Fähigkeiten und Erfahrungen im lokalen wie regionalen afrikanischen Kontext aktiv zunutze. Die Auftragnehmerin trifft Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen sowie in Vereinbarkeit mit branchenüblichen Praktiken.

(3) Vom Leistungsumfang ausgeschlossen sind Überprüfungsmaßnahmen zu Kreditwürdigkeit, Straffälligkeit oder Gesundheitszustand von Kandidaten.

3. Leistungspflichten

(1) Maßgebend für den Inhalt der konkret geschuldeten Dienstleistung und den Umfang der Leistungspflichten der Parteien ist ein im Rahmen der Geschäftsanbahnung von der Auftragnehmerin erstelltes und der Auftraggeberin angenommenes Angebot. Das Angebot zielt auf die Vorstellung mindestens eines von der Auftragnehmerin fachlich wie persönlich für geeignet befundenen Kandidaten ab. Das Dossier eines bereits im Pool der Auftragnehmerin vorhandenen Kandidaten garantiert diese ab Zugang des Angebots bei der Auftraggeberin grundsätzlich 10 (in Worten: Zehn) Werktage vorzuhalten.

(2) Die Maßnahmen zur Evaluation der Eignung durch die Auftragnehmerin beruhen auf einem gemeinsam mit der Auftraggeberin erarbeiteten Stellenprofil, das von der Auftraggeberin mündlich wie schriftlich geäußerte Anforderungen und deren Gewichtung enthält. Die Auftraggeberin hat der Auftragnehmerin nachträgliche Änderungsanträge hinsichtlich des Stellenprofils unverzüglich anzuzeigen. Die Auftragnehmerin behält sich das Recht vor, nachträgliche Änderungen des Stellenprofils abzulehnen.

(3) Die Auftragnehmerin legt der Auftraggeberin nach Abschluss des Evaluationsprozesses die Dossiers geeigneter Kandidaten vor. Die Auftraggeberin verpflichtet sich zur unverzüglichen Erteilung des Hinweises an die Auftragnehmerin, dass ein Kandidat eingestellt werden soll. Die Auftragnehmerin hat das ausschließliche Recht auf die Durchführung der Kommunikation von Zu- und Absagen (Feedback) gegenüber erfolgreichen bzw. abgelehnten Kandidaten.

(4) Die Auftraggeberin verpflichtet sich zur bedingungslosen Löschung oder Zerstörung aller ihr von der Auftragnehmerin zur Verfügung gestellten Daten, insbesondere solche von abgelehnten Kandidaten. Dies umfasst Dateien auf Datenträgern, Servern oder digitalen Speichersystemen wie schriftlich fixierte Druckwerke oder deren Vervielfältigungen. Ferner ist es der Auftraggeberin untersagt, Kandidatendossiers an Dritte weiterzugeben.

4. Vergütungsanspruch

(1) Der Vergütungsanspruch der Auftragnehmerin entsteht mit erfolgreicher Vermittlung und so mit Abschluss eines Vertrages mit einem vorgelegten Kandidaten. Der Rechnungsbetrag ist zuzüglich ggf. anfallender Umsatzsteuer innerhalb von 10 (in Worten: Zehn) Werktagen nach Rechnungseingang bei der Auftraggeberin in EUR (Euro) auf das Bankkonto der Auftragnehmerin zu zahlen. Die Auftraggeberin akzeptiert die Zustellung der Rechnung in elektronischer Form. Im Falle einer Auslandsüberweisung trägt die Auftraggeberin die Kosten der Transaktion. Stichtag des Währungswechselkurses in EUR ist das Datum des Vertragsschlusses mit dem Kandidaten.

(2) Plant die Auftraggeberin nach Durchführung der Vorstellungsgespräche die Besetzung einer höheren Anzahl an Positionen als im Vertrag vereinbart, so ist sie gegenüber der Auftragnehmerin nach Treu und Glauben zur unverzüglichen Erteilung eines ausdrücklichen Hinweises verpflichtet. Kommt es ohne Hinweis innerhalb von 24 (in Worten: Vierundzwanzig) Monaten nach Vorlage der Kandidatendossiers zwischen der Auftraggeberin und einem von der Auftragnehmerin vorgelegten Kandidaten, ist die Auftraggeberin zur Zahlung eines pauschalen Vermittlungsentgelts in Höhe von 25% (in Worten: Fünfundzwanzig Prozent) des vereinbarten Bruttojahresgehalts des jeweiligen Kandidaten verpflichtet.

(3) Bei der Vermittlung eines Praktikanten, Werkstudenten oder Kandidaten ohne Hochschulabschluss fällt eine individuelle Bearbeitungspauschale an. Kommt es innerhalb von 24 (in Worten: Vierundzwanzig) Monaten nach Vorlage des Kandidatendossiers zur Beschäftigung des Praktikanten, Werkstudenten oder Kandidaten ohne Hochschulabschluss zur Begründung eines Arbeitsverhältnisses zwischen der Auftraggeberin und dem Kandidaten, ist die Auftraggeberin zur Zahlung eines pauschalen Vermittlungsentgelts in Höhe von 12% (in Worten: Zwölf Prozent) des vereinbarten Bruttojahresgehalts des jeweiligen Kandidaten verpflichtet.

5 Haftung

(1) Die Auftragnehmerin haftet weder für den Erfolg ihrer Dienstleistung noch für die Qualität oder Leistung vorgelegter Kandidaten. Dies bezieht sich gleichfalls auf subjektive Erwartungen der Auftraggeberin oder mit einem vorgelegten Kandidaten in Verbindung stehende Schadensfälle.

(2) Die Auftraggeberin ist gehalten, mündliche wie schriftliche Aussagen oder Behauptungen von den ihr vorgelegten Kandidaten auf deren Echtheit und Wahrheitsgehalt zu prüfen. Eigene Aussagen oder Behauptungen von Kandidaten zu deren Eigenschaften, Fähigkeiten, Qualitäten oder Qualifikationen stellen keine Zusicherung oder Garantie seitens der Auftragnehmerin dar.

6 Vertragsdauer und Kündigung

(1) Das Vertragsverhältnis endet nach erfolgreicher Besetzung der im Stellenprofil beschriebenen Position. Hierfür ist Mitursächlichkeit ausreichend. Dabei ist unerheblich, zu welchem Zeitpunkt das entsprechende Verhältnis beginnt.

(2) Jede Partei hat das Recht zur schriftlichen Kündigung des Vertrages nach den gesetzlichen Vorschriften. Kommt ein Vertrag zwischen der Auftraggeberin und einem/r von der Auftragnehmerin vorgelegten Kandidaten nach Kündigung des Vertrages zustande, berührt dies den Anspruch auf Vergütung der Auftragnehmerin in voller Höhe nicht.

(3) Im Falle der Kündigung durch die Auftraggeberin wird ein Vergütungsanspruch der Auftragnehmerin in folgender Höhe und nach Maßgabe der zum Zeitpunkt der Kündigung bereits erbrachten Dienstleistung wie folgt fällig: 25% (in Worten: Fünfundzwanzig Prozent) ab Phase der Bewerbergewinnung (Sourcing), 50% (in Worten: Fünfundvierzig Prozent) ab Phase der Sichtung bis zur Evaluation (Screening) und 75% (in Worten: Fünfundsiebzig Prozent) ab Phase der Vorlage.

7Nichtdiskriminierung

Beide Parteien vereinbaren, dass die Eignungsfeststellung ausschließlich aufgrund fachlicher und persönlicher Kriterien und Merkmale stattfindet und damit unabhängig von der Staatsangehörigkeit, Herkunft, Rasse, Hautfarbe, Religion, Weltanschauung, sexuellen Orientierung, körperlichen Behinderung, dem Alter, Geschlecht, Ehe-, Schwangerschafts oder HIV-Status von Kandidaten.

8 Salvatorische Klausel

Sind die vorliegenden Bedingungen ganz oder teilweise nicht Vertragsbestandteil geworden oder unwirksam, so bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.